News
Obaud is!
Der Fasching lässt sich seine Zeit: Gemächlich erwacht er am 11. November, ruht nochmals über die Weihnachtszeit und rekelt seine Fühler dann am Anfang des Jahres. Ernst wird die Sache dann, wenn es darum geht, den närrischen Samen nun endlich in Teisbach zu pflanzen, sodass die Narrenhochburg zum Faschingssonntag erblühen kann. "Obaud is!", hieß es am Sonntag auf Teisbacher Straßen - der Boden war fruchtbar, der Faschingsanbau ist geglückt, die Stimmung närrisch gut.
Wir Teisbacher sind geübt: Bereits gegen Mittag traf man sich im Dorfkern. Ob "Bauerncasino" oder "Obauwascher" - hier schlugen die Herzen aller Faschingsbegeisterten höher. Ein reichhaltiges Angebot wurde auch durch die "Lichtbildner" und die "Schleifer" geboten, oder man übte sich beim "Sauerkraut selber machen". Fließig probierten sich die Besucher durch die Themenstände durch, während sie gespannt auf den traditionellen Faschingsanbauzug warteten. Dieser kündigte sich mit lauten Wiehern der Pferde und Muhen der "Ochsen" an. AUch das prinzenpaar war zwischen den Faschingsnarren zu erspähen.
Bereits vorab hatten die Geometer dafür gesorgt, dass der Faschingssamen in den nun von den Ochsen gepflügten Boden an der richtigen Stelle eingesetzt werden konnte. Keine Mühen wurden gescheut, jeder Zentimeter wurde vermessen, sodass das Ding auch wirklich gedeiht. Nach solch einer harten Arbeit ließ man sich von den Mundschenk-Teams und den Faschingsverpflegern versorgen, holte sich ein süßes Obaugebäck oder probierte sich spaßeshalber bei der Bauern-Olympiade aus. Doch Teisbachs Stimmung war auch nach dem Obauspektakel nicht zu bändigen. So trieb es noch etliche Faschingsnarren zum Auftritt des Kinderhofstaates in des Gasthof Geislinger. Eines ist sicher: Mit Präzision und einem grünen Daumen wurde Faschingssamen gepflanzt, sodass er wachsen kann und zum Faschingssonntag im Februar prächtig erblühen wird.
Obaud is!
- Dingolfinger Anzeiger, 26. Januar 2026 -