bestes Wetter am Faschingssonntag

Die launigen Verkehrsnachrichten von „Radio Fasching Deischbo“ am Faschingssonntag berichteten von einer entspannten
Parkplatzsituation im Ortskern. Wo gewöhnlich 12 000 Narren den Ort bevölkern, zeugten eine Anzahl Grüppchen gut gelaunter Faschingsfreunde  auf dem Kirchplatz bei bombastischem Wetter von der Sehnsucht nach Faschingsgaudi
und Normalität. Das Groß der Faschingsfans verfolgte am Bildschirm oder Radio das fröhliche Programm inklusive Miniatur-Faschingsumzug.

Die Narrenhochburg Teisbach hält kraftvoll und kreativ an Faschingstraditionen fest und passt sie kurzerhand der Coronasituation an. Die Faschingskirche mit dem Kinderprinzenpaar im Lektorendienst gehörte am Faschingssonntag
hier genauso dazu wie der Faschingsumzug, der eben in Bildform und in Miniatur ins virtuelle Land des Internets übertragen wurde.
DJ Nico Angerstorfer führte durchs Programm, ersetzte die Live-Kapellen, erfüllte viele Musikwünsche, die ihm per Sprachnachricht zugetragen wurden und sorgte für den Gute-Laune-Sound zuhause und auch am Kirchplatz. Der Präsident der Narrenhochburg, Markus Steinberger, richtete launige Begrüßungsworte an die Faschingsfreunde.
„Auslandskorrespondenten“ aus umliegenden Orten wurden live geschaltet, berichteten von der durchwegs ruhigen Lage oder übermittelten auch einmal ein „drei Mal kräftiges Fasching hoch“aus den Nachbarorten.

Manche Überraschungsanrufe führten zu humorigen Interviewgesprächen. Die Kindergarde und das Kinderprinzenpaar Carolin II. und Kilian II. waren nach dem Gottesdienst live am Kirchplatz mit all ihren Tänzen zu sehen. Die Auftritte
des kleinen und großen Hofstaates aus den Inthronisationen, des Prinzenpaares Lisa II. und Patrick I. sowie des Elferrats wurden digital eingespielt. Unzählige Bilder aus der lebhaften Chronik der vergangenen Faschingssaisons boten digital
eine bunte Zeitreise durch die Teisbacher Faschingsgeschichte. Es wurde schon langsam dunkel, als sich „Radio Fasching Teisbach“ am späten Nachmittag verabschiedete, im Gepäck – die Hoffnung und Zuversicht auf einen leibhaftigen
Faschingsumzug im nächsten Jahr.

Bleibt zu wünschen, dass die Wagenbauer und Akteure ihre Ideen im nächsten Jahr mit Hammer und Säge umsetzen und in einem großen Gaudiwurm einem tausendfachen Publikum zeigen können.

 

Diana Wolf
Dingolfinger Anzeiger 01.03.2022

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